"Ostergaffer" oder historische Zeugen?

ERF Online führt zusammen mit evangelisch.de ein gemeinsames Projekt durch: ostergaffer.de – das erste Twitter-Passionsspiel im WWW. Ab dem 15. März twittern bei einem Online-Theaterstück sechs fiktive Zeugen – „Gaffer“ genannt – aus der Zeit um 30 n. Chr. die Ostergeschichte aus ihrer Perspektive. Über Facebook und twitter.com/ostergaffer kann dies „live“ verfolgt werden. Weiterlesen „"Ostergaffer" oder historische Zeugen?“

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Das "Jesus-Experiment"

In regelmäßigen Abständen bekomme ich Post: „Testen sie vier Wochen unverbindlich, kostenlos und ohne Risiko: Zeitung XY“. In Zeiten des Fernabnahmegesetzes kann telefonisch oder online bestellte Ware ohne Angabe von Gründen nach zwei Wochen zurückgeschickt werden. Niemand will die sprichwörtliche „Katze im Sack“ kaufen…. Kann man auch Jesus „ausprobieren„, Jesus „testen„? Weiterlesen „Das "Jesus-Experiment"“

Die Hütte (The Shack) – eine Fälschung?

Eine Vorstellung dieses Buches wäre offenkundig überflüssig. Es ist ein Bestseller. Selbstanspruch des Buches von William P. Young ist es, daß Wesen Gottes darzustellen. Ob es diesem Anspruch gerecht wird, hängt zentral davon ab, ob es mit der Darstellung des Wesens Gottes in der Selbstoffenbarung Gottes, Seinem Wort übereinstimmt. Tut es dies nicht, ist dieser Anspruch eine Fälschung. In seiner Predigt vom 16.08.2009 geht Pastor Dr. W. Nestvogel auf diese Frage und das Buch ein. Der elfminütige Abschnitt kann ab 21:00 angehört werden.

http://begh.podspot.de/files/2009-08-16_Heb11_1-6.mp3

 

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Alphakurs – eine missionarische Chance?

Mission… Evangelisation… Menschen zur Versöhnung mit Gott aufzurufen ist der primäre Auftrag der Kirche und eines jeden Gläubigen (Matth28,16ff; 2Kor 5,20). Dieses Ziel verfolgt auch der sogenannte „Alphakurs“. Dieser ist erklärtermaßen „konfessionsneutral“ und wird sowohl von römisch-katholischen, orthodoxen, evangelischen Kirchengemeinden, sowie von evangelikalen, pfingst- und charismatischen Gemeinden durchgeführt. Was auf den ersten Blick für den einen oder anderen durchaus positiv klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als Irrweg.

Der Alphakurs wurde Mitte der 1980er Jahre in London von Pastor Nicky Gumble entwickelt und ist ohne Zweifel der erfolgreichste von Menschen entwicklete Glaubenskurs weltweit. Bis Ende 2005 haben mehr als 8 Millionen Menschen aus den verschiedensten Konfessionen an einem Alphakurs teilgenommen. Nicky Gumble selbst steht in unmittelbarer Verbindung mit dem „Toronto-Segen“ und der charismatischen „Dritten Welle“ des John Wimber.

Auch der sich immer größerer Beliebtheit erfreuende und Konfessionen übergreifende „Alpha-Kurs“ hat seine Wurzel zum großen Teil in diesem Aufbruch. Nicky Gumbel, Verantwortlicher für diesen Kurs, ist ordinierter Pastor eben dieser Londoner Gemeinde, die als erste den Toronto-Segen hier in Europa aufgegriffen hat. Als Wimber ihm die Hände auflegte, war es Gumbel, als würde „so etwas wie eine zehntausend Volt starke elektrische Spannung“ durch seinen Körper fließen. (Quelle hier)

Hans-Werner Deppe, Verlagsleiter des Betanien-Verlages schreibt in einer Ausgabe des Büchermagazins „Kelle und Schwert“ über den Alpakurs (hier als PDF) und zeigt verschiedene schriftorientierte Alternativen auf.

Hans-Werner Deppe schreibt: Seit einigen Jahren hält das Evangelisations-Konzept des Glaubenskurses „Alpha“ geradezu einen Triumphzug quer durch alle christlichen Denominationen. Doch er weist schwerwiegende Mängel auf – und es gibt viel biblischere Alternativen. Dieser Artikel basiert auf einem Auszug aus dem vergriffenen Buch „Die Alpha-Welle“  (hier als PDF) und wurde um ein Plädoyer für chronologischen Bibelunterricht erweitert.

Das größte „Pfund“ mit dem der Alphakurs wuchert ist auch der Hauptkritikpunkt: er ist „konfessionsübergreifend„, paßt sich jedem Glaubenssystem flexibel an.  Auf der Deutschlandseite dieses Missionsprojektes ist zu lesen.

Alpha Deutschland: Der Alpha-Kurs ist eine angenehm neue Möglichkeit, sich mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen. Er ist für Menschen unserer Zeit gedacht, fundiert und gleichzeitig locker und unkonventionell. Alpha ist offen, jeder kann teilnehmen.
Jedes Treffen beginnt mit einem Essen. Man kommt schnell ins Gespräch und lernt sich leicht kennen. Zuhören, diskutieren, neue Gedanken entdecken. Und fragen, was man will! Keine Frage ist zu schlicht, zu schwierig oder zu frech.
Alpha ist konfessionsübergreifend und wird von allen großen christlichen Kirchen und Glaubensgemeinschaften in über 135 Ländern unterstützt.

Im Wesen des Evangeliums liegt es jedoch nicht, grundsätzlich „angenehm“ zu sein. Im Gegenteil, haben sich von Beginn an die meisten Menschen am Evangelium gestoßen (1Kor 1,23.) Wie kann es nun dazu kommen, das dieser Glaubenskurs ein so breites Publikum nicht nur erreicht sondern begeistert? Es liegt auf der Hand, das hier nicht das volle Evangelium verkündigt wird, denn ansonsten müsste es zu unterschiedlichen Reaktionen kommen:

2.Korinther 2,15 Denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren gehen; 16 den einen ein Geruch vom Tod zum Tode, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig?17 Denn wir treiben keinen Handel mit dem Wort Gottes wie die meisten, sondern wie aus Lauterkeit und wie aus Gott reden wir vor Gott in Christus.

Ein Blick auf die Stellungnahmen der Alpha Deutschland Seite macht ein Übergewicht charismatischer Leiter deutlich und auch das Programm und die Liedauswahl sind so angelegt, das der Alphakurs offen für charismatische Erfahrungen macht und grundsätzlich den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

Hans-Werner Deppe schreibt: Wir müssen hier »leider« sagen, weil der Alpha-Kurs biblisch betrachtet eher eine Gefahr als ein Segen ist. Abzuraten ist vor allem deshalb von ihm, weil er ein »Evangelium« vermittelt, das um wichtige Elemente verkürzt, humanistisch ausgerichtet und somit »ökumenekompatibel ist. Zudem führt Alpha gezielt in charismatische Erfahrungen hinein wie eine angebliche Geistestaufe, »Zungenrede« und unkontrollierte Anfälle, wie sie aus dem »Toronto-Segen« bekannt sind.zentrierteVerkündigung betreibt, die zu einer „Errettung durch (toten) Glauben“ lehrt. Buße und Um-kehr würden nicht gepredigt

Für schriftorientierte Gemeinden ist ein Alphakurs nach meinem Dafürhalten definitiv abzulehnen. In diesem Konzept ist Mission eine Art von menschlich möglicher und optimierbarer Überzeugungsarbeit. Der Heilige Geist wird im Gegenzug auf eine Wundergabenausteilender degradiert.

Weitere Informationen

  • Alpha Deutschland  hier
  • Bibelbund hier

Alternative Glaubenskurse

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