Gibt es reformierte Charismatiker?

Phillip Jenson, Dekan der St. Andrew’s Kathedrale und Direktor des “Ministry Training and Development” (MT&D) der evangelikalen Sydney Diözese der anglikanischen Kirche (Sydney) stellt in einem Interview deutlich heraus, das dies ein Paradoxon darstellt.

Zwei verschiedene theologische Systeme, die sich unüberbrückbar gegenüber stehen.

Lediglich durch Umdefinierung feststehender Begrifflichkeiten und Lehren ist eine Vereinbarkeit konstruierbar. Dies kann ich aus persönlicher Perspektive als Ex-Pfingstler nur  ausdrücklich bestätigen.

siehe auch: http://theresurgence.com/new_calvinism

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Offener für den Heiligen Geist

„Offener für den Heiligen Geist“. Dies wünscht sich der Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), Pastor Roman Siewert (Norddeich) nicht nur für seine Bewegung, sondern auch für andere Kirchen. Man könnte meinen, die Pfingstbewegung hat aus ihrer Geschichte und aus den Auswüchsen ihrer extremen Strömungen gelernt, aber in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift GEISTbewegt (Erzhausen bei Darmstadt) ruft Siewert ganz genau dazu auf.

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So sie’s nicht singen, gläuben sie’s nicht

Nicht erst in den letzten zehn bis zwanzig Jahren ist es zu großen Veränderung der Musik in den Gemeinden gekommen, bereits früher hat es Umbrüche gegeben. Kirchengesangsbücher geben über die Entwicklungsgeschichte, weg von Chorälen hin zu den Evangeliumslieder Aufschluss und wir kennen die Entwicklung bis zu den modernen charismatischen Lobpreis- und Anbetungsliedern. Die Frage stellt sich, wie tatsächlich schriftgemäßes Lob Gottes und musikalische Anbetung aussehen sollte. Weiterlesen „So sie’s nicht singen, gläuben sie’s nicht“

Alphakurs – eine missionarische Chance?

Mission… Evangelisation… Menschen zur Versöhnung mit Gott aufzurufen ist der primäre Auftrag der Kirche und eines jeden Gläubigen (Matth28,16ff; 2Kor 5,20). Dieses Ziel verfolgt auch der sogenannte „Alphakurs“. Dieser ist erklärtermaßen „konfessionsneutral“ und wird sowohl von römisch-katholischen, orthodoxen, evangelischen Kirchengemeinden, sowie von evangelikalen, pfingst- und charismatischen Gemeinden durchgeführt. Was auf den ersten Blick für den einen oder anderen durchaus positiv klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als Irrweg.

Der Alphakurs wurde Mitte der 1980er Jahre in London von Pastor Nicky Gumble entwickelt und ist ohne Zweifel der erfolgreichste von Menschen entwicklete Glaubenskurs weltweit. Bis Ende 2005 haben mehr als 8 Millionen Menschen aus den verschiedensten Konfessionen an einem Alphakurs teilgenommen. Nicky Gumble selbst steht in unmittelbarer Verbindung mit dem „Toronto-Segen“ und der charismatischen „Dritten Welle“ des John Wimber.

Auch der sich immer größerer Beliebtheit erfreuende und Konfessionen übergreifende „Alpha-Kurs“ hat seine Wurzel zum großen Teil in diesem Aufbruch. Nicky Gumbel, Verantwortlicher für diesen Kurs, ist ordinierter Pastor eben dieser Londoner Gemeinde, die als erste den Toronto-Segen hier in Europa aufgegriffen hat. Als Wimber ihm die Hände auflegte, war es Gumbel, als würde „so etwas wie eine zehntausend Volt starke elektrische Spannung“ durch seinen Körper fließen. (Quelle hier)

Hans-Werner Deppe, Verlagsleiter des Betanien-Verlages schreibt in einer Ausgabe des Büchermagazins „Kelle und Schwert“ über den Alpakurs (hier als PDF) und zeigt verschiedene schriftorientierte Alternativen auf.

Hans-Werner Deppe schreibt: Seit einigen Jahren hält das Evangelisations-Konzept des Glaubenskurses „Alpha“ geradezu einen Triumphzug quer durch alle christlichen Denominationen. Doch er weist schwerwiegende Mängel auf – und es gibt viel biblischere Alternativen. Dieser Artikel basiert auf einem Auszug aus dem vergriffenen Buch „Die Alpha-Welle“  (hier als PDF) und wurde um ein Plädoyer für chronologischen Bibelunterricht erweitert.

Das größte „Pfund“ mit dem der Alphakurs wuchert ist auch der Hauptkritikpunkt: er ist „konfessionsübergreifend„, paßt sich jedem Glaubenssystem flexibel an.  Auf der Deutschlandseite dieses Missionsprojektes ist zu lesen.

Alpha Deutschland: Der Alpha-Kurs ist eine angenehm neue Möglichkeit, sich mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen. Er ist für Menschen unserer Zeit gedacht, fundiert und gleichzeitig locker und unkonventionell. Alpha ist offen, jeder kann teilnehmen.
Jedes Treffen beginnt mit einem Essen. Man kommt schnell ins Gespräch und lernt sich leicht kennen. Zuhören, diskutieren, neue Gedanken entdecken. Und fragen, was man will! Keine Frage ist zu schlicht, zu schwierig oder zu frech.
Alpha ist konfessionsübergreifend und wird von allen großen christlichen Kirchen und Glaubensgemeinschaften in über 135 Ländern unterstützt.

Im Wesen des Evangeliums liegt es jedoch nicht, grundsätzlich „angenehm“ zu sein. Im Gegenteil, haben sich von Beginn an die meisten Menschen am Evangelium gestoßen (1Kor 1,23.) Wie kann es nun dazu kommen, das dieser Glaubenskurs ein so breites Publikum nicht nur erreicht sondern begeistert? Es liegt auf der Hand, das hier nicht das volle Evangelium verkündigt wird, denn ansonsten müsste es zu unterschiedlichen Reaktionen kommen:

2.Korinther 2,15 Denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren gehen; 16 den einen ein Geruch vom Tod zum Tode, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig?17 Denn wir treiben keinen Handel mit dem Wort Gottes wie die meisten, sondern wie aus Lauterkeit und wie aus Gott reden wir vor Gott in Christus.

Ein Blick auf die Stellungnahmen der Alpha Deutschland Seite macht ein Übergewicht charismatischer Leiter deutlich und auch das Programm und die Liedauswahl sind so angelegt, das der Alphakurs offen für charismatische Erfahrungen macht und grundsätzlich den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

Hans-Werner Deppe schreibt: Wir müssen hier »leider« sagen, weil der Alpha-Kurs biblisch betrachtet eher eine Gefahr als ein Segen ist. Abzuraten ist vor allem deshalb von ihm, weil er ein »Evangelium« vermittelt, das um wichtige Elemente verkürzt, humanistisch ausgerichtet und somit »ökumenekompatibel ist. Zudem führt Alpha gezielt in charismatische Erfahrungen hinein wie eine angebliche Geistestaufe, »Zungenrede« und unkontrollierte Anfälle, wie sie aus dem »Toronto-Segen« bekannt sind.zentrierteVerkündigung betreibt, die zu einer „Errettung durch (toten) Glauben“ lehrt. Buße und Um-kehr würden nicht gepredigt

Für schriftorientierte Gemeinden ist ein Alphakurs nach meinem Dafürhalten definitiv abzulehnen. In diesem Konzept ist Mission eine Art von menschlich möglicher und optimierbarer Überzeugungsarbeit. Der Heilige Geist wird im Gegenzug auf eine Wundergabenausteilender degradiert.

Weitere Informationen

  • Alpha Deutschland  hier
  • Bibelbund hier

Alternative Glaubenskurse

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Pastorenkonferenz des D-Netzes

Gemeinsam nach Gottes Verheißungen ausstrecken

Vom 22. bis zum 25. April fand in Berlin die diesjährige Pastorenkonferenz des D-Netzes statt. Rund 300 Pastoren aus der gesamten Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland waren zusammengekommen, um aktuelle Fragen im Leib Christi zu thematisieren. Höhepunkte waren die Botschaften zur Teilnahme am aktuellen Geschehen unserer Zeit und der Vorbereitung auf die verstärkte Manifestation des Heiligen Geistes. Weiterlesen „Pastorenkonferenz des D-Netzes“