70 Kodizes – frühkirchliche Bücher entdeckt

70 Kodizes – scheckkartengroße Bücher – sind vor Jahren in Jordanien entdeckt worden. Ein Sensationsfund. Nach bisher unbestätigten Vermutungen handelt es sich um Bücher mit frühchristlichem Inhalt.

Der britische Experte für religiöse Archäologie David Elkington ist einer der wenigen, die die Funde gesehen haben: Er spricht gegenüber der BBC von der womöglich „wichtigsten Entdeckung in der Geschichte der Christenheit“. Vor allem eine Reihe von bildlichen Darstellungen auf den Buchdeckeln und in ihrem Innern spreche für ihren christlichen Hintergrund. Er habe den Eindruck, dass einer der Texte vom Kommen des Messias spreche, und halte eine der abgebildeten Figuren für eine Darstellung Jesu. Dass einer der Buchdeckel den siebenarmigen Leuchter zeige, spreche ebenfalls für einen christlichen Ursprung der Bücher, denn für Juden sei damals die Abbildung eines solchen Tempelgerätes strikt verboten gewesen.

Der emeritierte Alttestamentler Philip Davies verweist außerdem auf Darstellungen von Jerusalem in den Büchern: „Das sind ganz offensichtlich christliche Bilder.“ Im Vordergrund sei ein Kreuz in der Form eines T zu sehen, „und dahinter ist ein kleines Gebäude mit einer Öffnung abgebildet, das müßte das Grab Jesu sein. Weiter dahinter sind die Stadtmauern.“ Auf dieser Darstellung spreche alles für „eine christliche Kreuzigung außerhalb der Stadtmauern“. Die Neutestamentlerin Margaret Barker erinnert gegenüber der BBC außerdem daran, dass es nach Aussage antiker Texte frühe christliche Gruppen waren, die vor den Unruhen in Jerusalem nach Osten geflohen seien. „Sie überschritten den Jordan bei Jericho und flohen dann ostwärts weiter in die Gegend, wo diese Bücher gefunden wurden.“ Radiovaticana

Hier ein ausführlicher Bericht von RadioVaticana [podcast]http://212.77.9.15/audiomp3/00254943.MP3[/podcast]

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Irak: Hesekiels Grab soll mit Moschee überbaut werden

Jerusalem/Bagdad (idea) – Im Irak soll die Erinnerung an das Judentum ausgelöscht werden. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Danach wollen irakische Behörden die Grabstätte des alttestamentlichen Propheten Hesekiel in Al-Kifl bei Bagdad mit einer großen Moschee überbauen. Das Heiligtum, das für Juden und auch Christen eine beliebte Pilgerstätte ist, enthält zahlreiche jüdische Inschriften sowie einen Thora-Schrein. Auch als Muslime im 14. Jahrhundert in unmittelbarer Nachbarschaft ein Minarett errichteten, blieb der jüdische Charakter der Grabanlage erhalten. Jetzt wollen islamische Führer offensichtlich durchsetzen, dass sämtliche Beweise vernichtet werden, dass Juden jemals im Irak lebten. Der „Jerusalem Post“ zufolge wurden einige Inschriften des Hesekiel-Grabes schon zerstört. Auch die Gräber der Propheten Esra, Nehemia, Nahum, Jona und Daniel befinden sich im Irak.
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Königreich Israel – älter als angenommen?

Im Juli 2008 hatte ein jugendlicher Volontäreine Tonscherbe an der Grabungsstätte Hirbet Keijafa, nahe der israelischen Stadt Beit Schemesch entdeckt. In dem Gebiet befand sich einst die Grenze zwischen den Israeliten und den Philistern. Von der Stätte aus kann man das Ela-Tal überblicken, wo sich nach biblischem Zeugnis der Kampf zwischen David und Goliath ereignete. Auch Goliaths Heimatstadt Gat lag in der Nähe. Ging man anfänglich nur davon aus daß es sich um eine Inschrift in hebräischer Sprache handelt, steht dies nun fest. Die Inschrift ruft zum Schutz von Waisenkindern, Witwen und Sklaven auf und fordert die Unterstützung von Fremden. Weiterlesen „Königreich Israel – älter als angenommen?“

Haus aus der Nachbarschaft Jesu entdeckt

Israelische Archäologen haben erstmalig ein Haus aus der Zeit Jesu in Nazareth ausgegraben. Aufgrund dieses Fundes seien Rückschlüsse auf die Lebens- und Wohnverhältnisse der damaligen Bewohner möglich. Es sei zudem nicht auszuschließen, das Jesus Christus Kontakt zu den Bewohnern dieses Hauses gehabt haben könnte, meint die israelische Archäologin Yardenna Alexandre. Weiterlesen „Haus aus der Nachbarschaft Jesu entdeckt“

Das Alte Testament und der Vordere Orient

Kitchen.jpgAuf seinem Blog (NachfolgeBlog) weist Johannes Otto auf das Buch von Kenneth A. Kitchen, „Das Altes Testament und der Vordere Orient“ hin. Die historische Zuverlässigkeit der Bibel steht immer wieder im Fokus der Kritik liberaler Theologie. In einer Rezension, erschienen in der aktuellen Ausgabe von Glauben und Denken heute schreibt Johannes O.: Weiterlesen „Das Alte Testament und der Vordere Orient“