Psalm 51 – Miserere Mei Deus

Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte,
und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir.

An dir allein habe ich gesündigt und übel vor dir getan, auf dass du Recht behaltest in deinen Worten und rein dastehst, wenn du richtest.
Siehe, ich bin als Sünder geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.
Siehe, dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im Geheimen tust du mir Weisheit kund.
Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde; wasche mich, dass ich schneeweiß werde.
Lass mich hören Freude und Wonne, dass die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast.
Verbirg dein Antlitz vor meinen Sünden, und tilge alle meine Missetat.
Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.
Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.
Ich will die Übertreter deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren.
Errette mich von Blutschuld, / Gott, der du mein Gott und Heiland bist, dass meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme.
Herr, tu meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündige.
Denn Schlachtopfer willst du nicht, / ich wollte sie dir sonst geben, und Brandopfer gefallen dir nicht.
Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist, ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.
Tu wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauern zu Jerusalem.
Dann werden dir gefallen rechte Opfer, / Brandopfer und Ganzopfer; dann wird man Stiere auf deinem Altar opfern.

Gregorio Allegri (* 1582 in Rom; † 17. Februar 1652 ebenda) war ein italienischer Priester, Komponist und Tenorsänger.

Seit 1591 war er Chorknabe an San Luigi dei Francesi und wie sein Bruder Domenico Allegri (1585-1629) Schüler des Giovanni Maria Nanino. Nach seiner Priesterweihe war er von 1607 bis 1621 Kapellmeister am Dom zu Fermo. Von 1629 bis zu seinem Tode war er päpstlicher Kapellsänger in den Diensten des Papstes Urban VIII..

Seine wohl berühmteste Komposition ist das neunstimmige Miserere, das im Laufe der Jahre viele zusätzliche Einflüsse und Veränderungen erfuhr. Das Stück wurde bis 1870 jedes Jahr in der Karwoche in der Sixtinischen Kapelle aufgeführt und durfte nicht kopiert werden. Bei einem Besuch dort im Jahr 1770 hörte Wolfgang Amadeus Mozart das Musikstück und schrieb es später aus dem Gedächtnis nieder. Ihm ist wohl zu verdanken, dass das Stück nicht für immer verloren ging. Das „Miserere“ beeindruckte auch Johann Wolfgang von Goethe und Felix Mendelssohn Bartholdy. Des Weiteren verfasste Allegri Messen, Motetten, ein Tedeum, ein Magnificat, Concertinis und eine vierstimmige Streichersonate.  (Quelle: Wikipedia)

 

Advertisements

The Gospel of Grace

reformedpraiseIn den letzten Artikeln kam das Thema „Musik in der Gemeinde“ ja bereits desöfteren zur Sprache, aber ich möchte nicht versäumen eine Seite zu empfehlen, die es sich anzuschauen lohnt: „Reformed Praise
Reformed Praise schreibt über die eigene Vision:

  • Provide songs for corporate worship which are rich in theology, diverse in musical style, and centered on the gospel of grace, that our praise might be informed by Biblical truth.
  • Promote the use of historic and modern hymns in corporate worship.
  • Teach, write, and create other resources that the church might be built up in a Biblical understanding of worship and music.

Ich möchte heute das Lied The Gospel of Grace vorstellen…

Weiterlesen „The Gospel of Grace“

Why Does God Want Us to Sing?

In meinem Artikel „So sie’s nicht singen, gläuben sie’s nicht“ kommentierte ich kritisch die musikalische Entwicklung und Veränderung in den Gemeinden der letzten Jahrzehnte. Ich habe in diesem Zusammenhang kurz zwei Aspekte thematisiert:

  1. die Schrift selbst fordert uns konkret zur musikalischen Anbetung Gottes, zur gegenseitigen Ermahnung und Auferbauung auf (Kol3,16; Eph5, 17).
  2. Inhalt und Ziel sind grundsätzlich Belehrung und Ermahnung, das Wort des Christus bzw. der Willens des Herrn.

Aufmerksam gemacht durch eine Ankündigung auf der Seite von Peter Voth „TheYoungReformer“ möchte ich diesen Gedankengang etwas erweitern und durch einige Gedanken Bob Kauflin’s ergänzen, welche dieser in einem Interview äußert. Weiterlesen „Why Does God Want Us to Sing?“

So sie’s nicht singen, gläuben sie’s nicht

Nicht erst in den letzten zehn bis zwanzig Jahren ist es zu großen Veränderung der Musik in den Gemeinden gekommen, bereits früher hat es Umbrüche gegeben. Kirchengesangsbücher geben über die Entwicklungsgeschichte, weg von Chorälen hin zu den Evangeliumslieder Aufschluss und wir kennen die Entwicklung bis zu den modernen charismatischen Lobpreis- und Anbetungsliedern. Die Frage stellt sich, wie tatsächlich schriftgemäßes Lob Gottes und musikalische Anbetung aussehen sollte. Weiterlesen „So sie’s nicht singen, gläuben sie’s nicht“