Ehe für alle – eine Kritik

Am 1. Oktober 2017 ist die sogenannte „Ehe für alle“ in Kraft getreten.

Nachdem jahrelang über dieses Thema gestritten wurde, ging auf einmal alles ganz schnell.

Während einer Podiumsdiskussion wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von einem Bürger gefragt, ab wann dieser seinen Freund Ehemann nennen könne. Merkel antwortete, dass sie die Diskussion in Richtung einer Gewissensentscheidung lenken wolle. Damit wich Merkel ohne Parteitagsbeschluss vom klaren Nein der Union zur Öffnung der Ehe ab und ermöglichte eine Gesetzesänderung.

Das diese Änderung gesellschaftlich begrüßt werden bzw. einer Mehrheit egal sein würde, hat weder Konservative, noch Christen überrascht. Insbesondere die EKD hat dieses Anliegen seit langem positiv begleitet, wenn nicht sogar ausdrücklich unterstützt.

Dabei existiert keine rechtliche, logische, moralische, historische oder gar biblische Begründung für eine Unterstützung der sogenannten Ehe für alle. Im Gegenteil, es existieren unzählige Gründe dagegen.

Rechtliche Überlegungen

Wenn schon Rasse oder Geschlecht keine legitime Grundlage darstellen, nach denen Rechte gewährt oder verweigert werden (Gleichheit vor dem Gesetz), gilt dies erst recht für eine wie auch immer ausfallende „sexuelle Orientierung“.

Ehe ist kein staatliches Konstrukt, kein Vertrag, sondern eine vorstaatliche Realität, welche ihre unverwechselbare Identität aus dem Aufeinanderbezogensein von Mann und Frau bezieht.

Der Staat definiert Ehe daher nicht, er erkennt lediglich reale Ehen als solche an.

Weiterhin existiert kein Recht auf eine Ehe. Weder darauf, einen bestimmten Menschen- weil man diesen z. B. liebt zu ehelichen, noch auf unterschiedliche Formen der Ehe.

Für den Schutz nach Art. 6 kommt es, nach allgemeiner juristischer Ansicht, weder auf die individuelle Zeugungs- oder Gebärfähigkeit noch auf den individuellen Fortpflanzungswillen an. Es geht um das Potential. In der Weimarer Verfassung war dies sogar noch deutlich im Gesetz verankert:

»Artikel 119

Die Ehe steht als Grundlage des Familienlebens
und der Erhaltung und Vermehrung
der Nation unter dem besonderen Schutz
der Verfassung. Sie beruht auf der Gleichberechtigung
der beiden Geschlechter.
Die Reinerhaltung, Gesundung und
soziale Förderung der Familie ist Aufgabe
des Staates und der Gemeinden. Kinderreiche
Familien haben Anspruch auf ausgleichende
Fürsorge …«
Quelle

Es wird auch nicht, wie oft angeführt behauptet, das Gleichheitsprinzip (Art. 3 GG) verletzt, da dieses besagt, dass Menschen an Würde und Rechten gleich sind, Ungleichbehandlung jedoch durch sachliche Gründe gerechtfertigt wird.

Art. 3 Abs. 1 GG verbietet nicht jede, sondern nur eine grundlose Ungleichbehandlung, die einer Rechtfertigung bedarf.

Das Gleichheitsprinzip im Sinne des Prinzips einer Gleichbehandlung muss daher immer- bspw. ethisch- abgewogen werden.

Gleiches darf nicht wesentlich ungleich, Ungleiches darf nicht wesentlich gleichbehandelt werden!
Quelle

Eine Ungleichbehandlung, die an das Geschlecht anknüpft, ist nach dem allgemeinen Gleichheitssatz, Art. 3 daher nur dann zulässig, wenn sie eine Lösung eines Problems darstellt, dass nur entweder bei Männern oder bei Frauen auftritt. Das ist in diesem Fall unzweifelhaft der Punkt der Vermehrung, da sich die aus dem Geschlecht ergebenden biologischen oder funktionalen Unterschiede so auf das zu regelnde Lebensverhältnisse entscheidend auswirken, so daß gemeinsame Elemente überhaupt nicht zu erkennen sind bzw. zumindest vollkommen zurücktreten.

Wenn sich nun die Verfassungsrichter immer häufiger als Gesetzgeber und Herren über die Verfassung aufspielen, war und ist dies nicht so vorgesehen. Vielmehr sind diese Hüter der Verfassung, deren Aufgabe es u. a. ist, deren Grenzen zu wahren. Aufgabe der Verfassung ist auch, die dort verfassten Rechte und Werte in die Gesellschaft zu vermitteln.

In dem Sinne ist es ein Angriff auf die Verfassung, diese ohne Not und vor allem ohne Notwendigkeit verändern zu wollen. Wer Bestrebungen verfolgt, die Verfassung, insbesondere in deren Kernbereich verändern zu wollen, handelt verfassungsfeindlich.

Allgemeine Überlegungen

Zudem, wo behauptet wird, das Instituts Ehe sei zuerst etwas Religiöses, wird, wenn der Staat hier eingreift, aus einem- wie derzeit- Partner, ein Betreiber von Religion.

Ehe ist mehr als eine Liebes- und Versorgungsgemeinschaft (so die derzeitig ständig kolportierte Argumentation), ja selbst mehr als die sogenannte Keimzelle der Gesellschaft: Ehe ist in dem Aufeinanderbezogensein der zwei biologischen Geschlechter und der Vermehrung d. h. als integraler Bestandteil der Familie begründet. Ehe ist immer monogam, umfassend vereinigend über die eigene Existenz hinaus auf Kinder bezogen.

Definitionen, die das Wesen nicht verfügbarer Dinge (hier die Ehe) beschreiben (Realdefinitionen) sind nicht „individuell“, sondern allgemeingültig definiert. Weder der Staat, noch die Gesellschaft und schon gar nicht Einzelpersonen können diese willkürlich verändern oder neu definieren.

Ehe wurde jedoch historisch immer so verstanden, dies gilt im Prinzip für alle zivilisatorisch hochstehenden Kulturen, erst recht für unsere abendländische Kultur.

Selbst aus atheistisch-naturalistischer Perspektive ist diese eine ausser- bzw. vorstaatliche Institution. D. h. nicht der Staat stiftet oder definiert Ehe. Ehe besteht aus aus biologischer und funktionaler Sicht aus Mann und Frau und macht, als Vorstufe und integraler Aspekt von Familie, nur dann Sinn, wenn sie im natürlichen und herkömmlichen Sinn verstanden wird.

Dies gilt auch in gesellschaftlich-sozialer Hinsicht, da Ehen und Familien als Regel- und Idealfall Stabilitätsfaktoren bzw. sogar Vorstufe von Gesellschaft und Staat darstellen und aus eben diesen Gründen, zwar nicht, wie bereits ausgeführt, vom Staat konstituiert oder legitimiert, jedoch aber geschützt und gefördert werden.

Impliziert werden auch weitere Normen in Frage gestellt. Das primäre Erziehungsrecht der Eltern, das natürliche Recht der Kinder auf Schutz in der Familie etc. pp.

Homo-Ehe ist demokratiefeindlich

Ehe für alle ist auch ein Angriff auf die Religions- und Meinungsfreiheit. Insbesondere jene, welche lautstark Toleranz im Hinblick auf Minderheiten fordern, lassen selbige in Bezug auf religiöse Gruppen und Meinungen, hier die Diskussion um die „Ehe für alle“ (gleiches gilt aber auch für die Kritik am Feminismus, Genderismus etc.) vermissen. Wer nicht dafür ist, wird öffentlich diffamiert. Oder vor Gericht gezogen. Aber Meinungsfreiheit bedeutet, die Freiheit zu haben und sie anderen zuzugestehen, ungestraft anderer Meinung zu sein.

Adoption, Recht auf ein Kind

Ein „Recht auf ein Kind“ existiert grundsätzlich nicht, kann gar nicht existieren, da ein solches bspw. nicht durchsetz- oder einklagbar bzw. aus anderen Gründen nicht erfüllbar ist und zudem auch aus ethischen Erwägungen (Grenzen, Risiken, Gefahren und Fragwürdigkeit der Reproduktionsmedizin, der Leihmutterschaft, Auslandsadoptionen) zu hinterfragen wäre.

Was existiert, sind z. B. jedoch juristisch fassbare Rechte von Kindern in Bezug auf Ihre Abstammung (Persönlichkeitsrecht), menschliche Rechte, auf die Liebe seiner beiden eigenen biologischen Eltern (Vater und Mutter) und auch Großeltern, daraus folgende soziale Rechte, im Hinblick auf eine natürliche Förderung der eigenen Persönlichkeit und Rolle (elterliche Fürsorge) etc. pp.

Natürliche, biologische Elternschaft verbindet Kinder in der Generationenfolge ein Leben lang mit den beiden leiblichen Eltern und deren Eltern. Wohingegen die bloß rechtliche und soziale „Elternschaft“ von einer Person auf eine andere übergehen kann, wie es zum Beispiel in Stieffamilien oder bei Adoptionen der Fall ist

Ein bloß „menschenwürdig“, damit sich Personen, die natürlich keine Kinder bekommen können selbst verwirklichen können, ist nicht genug. Notlösungen (Adoption oder Pflegschaft durch eine natürliche Familie) sind für Notfälle das Beste was eben möglich ist, aber selbst dort niemals das Optimum.

Die bloße Behauptung eine „stabile und glückliche“ gleichgeschlechtliche Ehe kann einem Adoptiv-Kind genauso Rückhalt geben, wie eine Adoption in eine Ehe zwischen verschiedengeschlechtlichen Ehepartnern“ ist eben bloß dies: Eine bloße Behauptung.

Daher schützt und fördert die Verfassung insbesondere die Idee, das Konzept von bzw. Ehe und Familie an sich und nicht bloß das Vorhandensein von Kindern. Denn „Stabilität“, menschliche Nähe, Freundschaft etc. gibt es auch in Wohngruppen. Aber vielleicht ist ja ein Bienenstock oder ein Ameisenvolk das erwägenswerte sozialistische Vorbild: Stabilität und Ausbildung einer arbeitsfähigen Bevölkerung…

Geistliche Überlegungen

Insbesondere aus biblischer Perspektive ist die Definition der Ehe zwar prinzipiell vorgegeben, wird aber mittlerweile nicht nur von den liberalen, evangelischen Landeskirchen bestritten, sondern vereinzelt auch von Evangelikalen angezweifelt.

Die Bipolarität ist jedoch ein Schöpfungsprinzip und begründet die Ehe als Bund theologisch. Es ist daher vollkommen unsinnig, die Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu öffnen. Dies liefe ihrem Sinn und Zweck zuwider. Ein solcher Schritt wäre auch keine Aufwertung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, sondern eine Reduzierung dessen, was Ehe ausmacht, eine Reduzierung auf eine allgemeine Form verbindlichen Zusammenlebens.

Luther schreibt zur Ehe folgendes:

„Aufs erste wollen wir sehen, welche Personen miteinander die Ehe schließen können. Und auf dass wir dazu einen passenden Eingang machen, nehmen wir uns den Spruch 1. Mose 1, 27 vor: »Gott schuf den Menschen, als Mann und Weib.« Auf Grund dieses Spruches sind wir sicher, dass Gott die Menschen in die zwei Teile geteilt hat: dass Mann und Weib oder ein Er und Sie sein soll. Und das hat ihm so gefallen, dass er’s selbst ein gutes Schöpfungswerk nennt (1. Mose 1, 31). Darum wie Gott seinen Leib einem jeden von uns geschaffen hat, so muss er ihn haben, und es steht nicht in unserer Gewalt, dass ich mich zu einem Weibsbild oder du dich zu einem Mannsbilde machest, sondern wie er mich und dich gemacht hat, so sind wir: ich ein Mann, du ein Weib. Und solch gutes Schöpfungswerk will er geehrt und als sein göttlich Werk unverachtet (gehalten) haben, dass der Mann das Weibsbild nicht verachte noch verspotte, und umgekehrt (auch) das Weib den Mann nicht, sondern dass ein jeglicher des andern Bild und Leib als ein göttlich gut Werk ehre, das Gott selbst wohl gefällt.“ Martin Luther
Quelle

Ehe – ein Geheimnis
„Um deswillen wird ein Mensch verlassen Vater und Mutter und seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein.  Das Geheimnis ist groß; ich sage aber von Christo und der Gemeinde. (German Bible: Luther 1912) Epheser 5:31-32

Ehe – ein Bund
Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch. (Luther 1912) 1. Mose/Genesis 2:24

Den Ehelichen aber gebiete nicht ich, sondern der HERR, daß sich das Weib nicht scheide von dem Manne; (Luther 1912) 1. Korinther 7:10

Ehe – geschlechtergerecht
Sie erfüllt 50% Frauenquote.

Ausicht

Unionspolitiker dringen zum Glück nach wie vor auf eine Verfassungsklage- bspw. durch die bayerische Landesregierung- gegen die Ehe für alle. „Um Rechtsklarheit zu schaffen, empfehle ich, das Verfassungsgericht anzurufen“, erklärte (hier) bspw. Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU).

 

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Linke Presse

Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat eine Studie über die politische Einstellung von SRG-Journalisten veröffentlicht.

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft ist für das öffentlich-rechtliche Programm verantwortlich, sozusagen ARD, ZDF und Dritte für die Schweiz.

Nun mag es durchaus landsmannschaftliche Unterschiede geben. Nichtsdestotrotz zeigt die Studie eine Tendenz auf, die auch auf deutsche Verhältnisse übertragbar sein dürfte.

Die Resultate sind eindeutig und dürften viele in ihren Vorurteilen bestätigen: 70 Prozent der SRG-Journalisten bezeichnen sich als links, 16 Prozent zählen sich zur politischen Mitte und 16 Prozent der Befragten ordnen sich dem rechten Lager zu. Während sich keiner der Medienschaffenden auf der Skala zu ganz rechts aussen bekennt (Werte 9 und 10), bezeichnen sich immerhin 7,4 Prozent der Journalisten als links aussen (Werte 0 und 1).

Laut Studienautor Dingerkus unterscheiden sich SRG-Journalisten jedoch nicht signifikant von ihren Kollegen aus den privaten Medien – dort bezeichnen sich 62 Prozent als links. Dass die meisten Journalisten links sind, ist also kein Vorurteil, sondern Tatsache.
Quelle

Man versichert zwar, dass die Berichterstattung darunter nicht leiden würde, man objektiv und unabhängig bleiben würde, aber die Realität belegt das Gegenteil.

Das „dritte Geschlecht“

Die Dekonstruktion der Realität wird weiter vorangetrieben.

Die heutige Zeit kann nun aber auch wirklich überfordernd sein. Nachdem man uns nun schon eine Weile mit der soziologischen „Erkenntnis“ unendlich vieler Geschlechter (Gender) „argumentativ“ bombardiert und dies auf mannigfaltige Weise durchsetzt, wird nun versucht, dies per Gerichtsbeschluss der echten Wissenschaft (Biologie) juristisch per höchstrichterlichen Beschluss aufzudrücken.

Es wird wohl nur ein erster Schritt, zu mehr Diversität, in dieser viel zu sehr auf Fakten basierten Disziplin sein!

Was sind denn nun die Fakten?

Ein äußerst geringer Prozentsatz von Menschen wird mit unbestimmtem Geschlechtsmerkmalen geboren. International wird dies medizinisch als Krankheit, als Gendefekt definiert (Angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien).

Am 8. November 2017 verpflichtete nun das deutsche Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber, bis Ende 2018 für diesen Gendefekt einen dritten Geschlechtsbegriff neben männlich und weiblich im Geburtenregister zu ermöglichen oder allgemein auf einen Geschlechtseintrag zu verzichten.

Bei einer Chromosomenmutation wird die Struktur der Chromosomen verändert. Das heißt, es können Teile des Chromosoms fehlen, zusätzlich vorhanden oder uneindeutig ausgeprägt sein. Im vorliegenden Fall kommt es zu einer uneindeutigen Ausprägung des menschlichen Geschlechts (weitere Infos).Es handelt sich also um eine genetische Anormalität. Das ist, wenn auch wenig empathisch, jedoch völlig korrekt.

Die bisherige rechtliche Regelung war demnach sowohl rechtlich einwandfrei als auch dem Sachverhalt angemessen:

„In Deutschland wird laut § 22 Abs. 3 des Personenstandsgesetzes bei geschlechtlicher Uneindeutigkeit die Geburt ohne Angabe des Geschlechts in das Geburtenregister eingetragen. Im Einwohnermelderegister erfolgt dies mit der Ziffer 1 (ohne Angabe) statt den Buchstaben m (männlich) oder w (weiblich); bei der Datenübermittlung wird jedoch ein x verwendet. Das Geschlecht kann später nachgetragen werden, muss aber nicht; es bleibt dann unbestimmt. Wurde trotz Uneindeutigkeit ein Geschlecht eingetragen, so kann auch später der Geschlechtseintrag wieder gestrichen (also auf ohne Angabe gesetzt) werden. Im Reisepass ist dies mit dem Großbuchstaben X vermerkt. Das dritte Geschlechtsmerkmal steht nicht für ein einzelnes drittes Geschlecht im biologischen oder sozialen Sinn, sondern vermerkt den Umstand, dass die Person nicht eindeutig eingeordnet ist und formaljuristisch kein Geschlecht hat.“
Quelle: Wikipedia

Die neue- vom Gericht der Regierung beauftragte- Regelung, definiert Gendefekte (Chromosomenanomalien) zu einem neuen, biologisch nicht existenten dritten „Geschlecht“ um. Dies von, offenkundig von der Realität überforderten, ideologisierten, aber hochdotierten Juristen. Das Urteil des ersten Senats wurde bspw. von der früheren Direktorin des Genderkompetenz-Zentrums Berlins, Prof. Dr. Susanne Baer mit entschieden. Einer Richterin, die auf Vorschlag der Grünen zur Richterin am Bundesverfassungsgericht wurde.

Es ist der Zeitgeist bzw. dessen Betreiber, welche heute an den Schaltstellen der Macht, egal ob in Politik, Justiz oder den Medien sitzen, die solche Urteile oder eben Gesetze, wie aktuell das Ehe-für-alle-Gesetz ermöglichen bzw. forcieren.

Das Urteil ist sowohl aus wissenschaftlicher Sicht, wie auch aus theologischer Hinsicht vollkommener Unsinn, folgt aber stringent der Genderidologie. Die Herleitung der Begründung von zwei Geschlechtern aus biologischer Sicht, definiert Geschlechter über die Fortpflanzung. Mediziner stufen Intersexualität nach wie vor als „Störung“ respektive „Anomalie“, als Gendefekt (Chromosomenanomalien) ein.

Nicht zuletzt weil damit einhergeht, dass „normale“ Körperfunktionen wie z. B. Fruchtbarkeit ausfallen. Unfruchtbarkeit wird ja auch medizinisch erfasst, ohne dass damit Unfruchtbare sofort schlechtere Menschen sind – aber sie sind eben unfruchtbar und weichen damit von der geschlechtstypischen Norm ab.

Und auch die Bibel definiert den Menschen als Mann und Frau, nachdem sie diesen primär sogar als Bild Gottes bezeichnet. Wenn nun EKD und einzelne katholische Theologen das Urteil begrüßen, muss man diese fragen: Wann erschuf Gott die Dritten? Und wie nannte er sie? Natürlich ist jeder Mensch wertvoll und gewollt und unter dem Aspekt der Nächstenliebe auch mit Würde zu behandeln, aber wenn jeder Chromosomenfehler, wie bspw. auch Trisomie 21 eine ist, vom Bundesverfassungsgericht besonders bedacht würde, dann müsste noch etliches mehr in Deutschland geändert werden.

Trisomie 21 ist dabei genau das richtige Thema: Diese Menschen mit einem Gendefekt erfahren keinen besonderen Schutz vom Verfassungsgericht, sondern dürfen ermordet werden!

Weder das Gericht, noch Politiker, Medien, Kirchen oder irgendwelche Lobbyverbände werden sich abschließend über dieses Urteil freuen. Der Staat gibt hier seine Ordnungsfunktion gegenüber den individuellen Persönlichkeitsrechten auf und öffnet der Beliebigkeit Tür und Tor bzw. ermöglicht unabsehbare Ansprüche.

Was also nun? Eine Gruppe von Menschen hat „Recht“ bekommen. Was bedeutet dies für die Gesellschaft an sich?

„Intersexuelle Menschen werden ständig diskriminiert, nicht nur beim Gang zur Toilette. Deswegen ist die Forderung des Bundesverfassungsgerichts für uns ja so ein großer Erfolg – weil sie Folgeregelungen nach sich ziehen wird, die man bis jetzt gar nicht auf dem Schirm hatte. Was ist etwa mit geschlechtergetrenntem Sportunterricht? Mit getrennten Umkleidekabinen und Duschen in Schwimmbädern? Was ist mit der Elternschaft, bei der Festlegung von Vater und Mutter? Ich bin guter Dinge, dass sich nach dem heutigen Tag auch in diesen Bereichen viel tun wird.“ Quelle

Die bisherige Rechtslage trug der- ohne Zweifel schwierigen- persönlichen Situation Rechnung, indem bspw. toleriert wurde, das kein Eintrag in das Geburtsregister erfolgte. Nun wird jedoch ein Anspruch auf etwas etabliert, was sachlich nicht vorhanden ist.

Ein neuer Rechtsanspruch wird geschaffen und zukünftig die Mehrheit der Bevölkerung noch unvorhersehbar beschäftigen. Werden wir demnächst auf eine neue Anrede, „Sehr geehrte Damen, Herren und Dritte“, verpflichtet. Wird es neben der Frauenquote auch eine für Dritte geben, weitere sanitäre Anlagen? Sowohl das Ehe- als auch das Familienrecht, um nur die zwei wichtigsten Felder zu nennen, sind nämlich ganz und gar auf die binäre Geschlechtlichkeit ausgerichtet.

Ohne jeden Zweifel, es gibt Menschen, welche die genetischen Merkmale von Mann und Frau tragen. Aber dabei handelt es sich eben nicht um ein „drittes Geschlecht“.

Was wir brauchen ist keine Ideologie, sondern praktische Lösungen.

Verfolgung der letzten Christen im Irak

Die Christen Iraks (einem Teil des ehem. Mesopotamiens), zu meist Angehörige der indigenen ethnischen Minderheit der syrisch-aramäisch sprachigen Bevölkerung (vergleichbar den Kopten in Ägypten), werden seit jeher mehr oder weniger durch den Islam verfolgt. Zur Zeit werden diese Christen entweder zur Konvertierung zum Islam gezwungen, aus ihren Häusern vertrieben, ohne Besitz mit nur den Sachen die auf ihrem Leib tragen, oder grausam massakriert.

Die Häuser der Christen werden- wie in dem nachfolgend eingebetteten Beitrag erläutert- mit einem Symbol (ن) gekennzeichnet, damit die Djihadisten ihrem grausamen Werk des „islamischen Friedens“ nachgehen können.

Dieser „Friede des Islam“ – wird erst dann erreicht, wenn die gesamte Menschheit zum Islam konvertiert ist – oder durch Akzeptanz des Dhimmi-Status (ahl al-dhimma) und Zahlung der Djizya d.h. der Kopfsteuer.

Sure 47:35: „…und ladet sie nicht ein zum Frieden, während Ihr die Oberhand habt“
Sure 9:5 „…dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei.“

arabisch NWie können wir sie mehr als nur symbolisch, mit einem Bildchen, unterstützen? Wer weiß von seriösen Organisationen, die eben diese Menschen jetzt unterstützt? Wenn ja bitte hier und anderswo darauf hinweisen! So wie die jerusalemer Urgemeinde Unterstützung brauchte und bekam, dürfen wir unsere Geschwister dort nicht allein lassen!

  • Positiv hervorheben muss man die Autonome Region Kurdistan, in der viele Flüchtlinge, u. a. die vertriebenen Christen des Iraks Aufnahme und Schutz gefunden haben. Hier könnte man seine Abgeordneten auffordern, für weitere und stärkere Unterstützung der Autonomen Region Kurdistan zu sorgen.
  • Das Auswärtige Amt kann und muss mehr Gelder für Hilfs- und Schutzmaßnahmen für die Vertriebenen im Irak bereitstellen.
  • Weiterhin sollte ein eigenes Flüchtlingskontingent für verfolgte Christen aus dem Irak geschaffen werden. Die Auslöschung des orientalischen Christentums muss verhindert werden und den verfolgten Christen eine sichere Zuflucht ermöglicht werden!

Im Internet benutzen seit kurzem viele das arabische Symbol bzw. den arabischen Buchstaben ن als Avatar.

ن stellt den arabischen Buchstabe „N“ dar… dieser wiederum steht für den Begriff „Nazarener“, was im Arabischen die Bezeichnung für Christen ist. Mit diesem Buchstaben beschmieren islamische Terroristen die Häuser von Christen in ihrem Machtbereich. Alle Personen die in diesen Häusern gefunden werden, müssen entweder zum Islam konvertieren, eine Sondersteuer zahlen oder werden getötet.

Gerne schließe ich mich dem an und zeige meine Verbundenheit mit den Christen im Machtbereich der Terroristen, indem dieses „N“ auch für mich gilt. Wer mag, bitte teilen.

Evangelikale (BEFG) diskutieren über Haltung bezüglich Homosexualität!

Im Jahr 2010 wurde die Frauenordination im Bund der Freien evangelischen Gemeinden (BFEG) (hier & hier ) eingeführt. Die Ordination von Frauen für den Dienst als Pastor oder im Ältestendienst ist mittlerweile akzeptierte Praxis nicht nur im BFEG, sondern auch im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG). Dort bereits sogar seit 1992. Zwei der großen evangelikalen Gemeindebünde in Deutschland haben somit einen großen Schritt in Richtung Liberalisierung getan. Dies gilt ebenso für den Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) und diverse anderer evangelikaler Bünde (siehe Wikipedia).

Im Rahmen der damaligen Diskussionen wurde dies von konservativen Stimmen immer wieder als „Dammbruch“- auch im Hinblick auf andere Themen u. a. der Haltung gegenüber Homosexualität- empfunden und auch so bezeichnet. Eindeutige Aussagen der Schrift werden mit weitreichenden Konsequenzen ignoriert bzw. bibelkritisch umgedeutet und sich dem postmodernen Zeitgeist der Gesellschaft angepasst.
Bereits damals wurde vermutet, dass vergleichbar den Evangelischen Landeskirchen, in denen diese Trends Jahrzehnte davor umgesetzt wurden, auch das Thema Homosexualität auf der Tagesordnung erscheinen werde. Vereinzelte evangelikale Stimmen in dieser Richtung, wurden in Deutschland bereits ein Jahr nach der Zulassung der Frauenordination in dem BFEG laut (hier & hier).
Pastor Fritz Holdinghausen bezweifelte bereits in einem Leserbrief, dass die Bibel homosexuelle Partnerschaften eindeutig ablehnt. Damals verwies mich der Pressesprecher des BFEG auf die damalige Mehrheitsposition innerhalb des BFEG, die sich einer Stellungnahme aus dem Jahre 2004 nach, nicht an der veränderten Bewertung durch die Gesellschaft orientiere (hier).
Nun ist bekannt, dass sich „Mehrheitsverhältnisse“ in den Gremien dieser Gemeindebünde mit der Zeit ändern können. Im BEFG zeichnet sich derzeit eine solche Veränderung ab, womit dieser erneut eine Vorreiterrolle einnimmt. IDEA berichtet aktuell darüber, dass deren Bundesratstagung in einer „kontroversen Diskussion über deren Haltung zum Thema Homosexualität ringe„.

 

„Wie am Rande des Treffens vom 29. bis 31. Mai in Kassel bekannt wurde, haben 80 Pastoren in einer Erklärung unter dem Motto „Unser Ja zu Gottes Ebenbild als Mann und Frau“ festgehalten, dass Homosexualität in der Heiligen Schrift keinerlei Wertschätzung finde und stets als Sünde bezeichnet werde. […] Der Präsident der Freikirche, Hartmut Riemenschneider (Pinneberg), bestätigte den Eingang der Erklärung. Er ging aber nicht auf den Inhalt ein. Auslöser für die Debatte über die Homosexualität auf der Tagung war ein Offener Brief des Präsidiums vom Februar 2013. Darin hatte sich das Leitungsgremium der Freikirche für die ehrenamtliche Mitarbeit homosexuell lebender Mitglieder in der Gemeinde ausgesprochen, aber praktizierte Homosexualität unter Geistlichen abgelehnt. […]  In der Aussprache wurde deutlich, dass es unter den 570 Delegierten eine große Bandbreite an Überzeugungen gibt. Sie reiche von der Segnung homosexueller Paare bis zur strikten Abgrenzung von homosexuellen Praktiken. (Quelle: IDEA)

In einigen Gemeinden des BEFG, gebe es laut Idea bereits Homosexuelle in der Gemeindeleitung. Zum Thema Homosexualität habe ich bereits vor längerem einen ausführlichen Artikel veröffentlicht (hier).
Mir stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob rechtfertigende Gründe dafür existieren, in solchen Bünden als Ortsgemeinde zu verbleiben? Ich meine nein.
SDG
Andreas