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Sieben Konzile: Das Erste Konzil von Konstantinopel (Challies.com)

Situation & Absicht

Das Erste Konzil von Konstantinopel fand in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, Türkei statt. Es wurde von Theodosius I., der zu dieser Zeit Kaiser des Oströmischen Reiches war, einberufen. Das Konzil traf sich von Mai bis Juli des Jahres 381.

Das Konzil wurde einberufen um den Versuch zu unternehmen, die Kirche, welche in der Frage der Natur Christi und dessen Verhältnis zum Vater geteilten geblieben war, zu einen. Obgleich das Erste Konzil von Nicäa bereits versucht hatte einen Konsens zu erreichen, der Arianismus und anderen heterodoxen Auffassungen hinterließen Schlachtfelder in allen Regionen des Reiches.

Hauptcharaktere 
150 Ost-Bischöfe waren auf dem Konzil anwesend und unter diesen waren eine Handvoll wichtiger Persönlichkeiten.
Meletius, Bischof von Antiochien, war der erste Vorsitzende des Konzils, starb jedoch kurz nach dem dieses begann.
Gregor von Nazianzus, zu Beginn des Konzils zum Bischof von Konstantinopel gewählt, übernahm nach dem Tod von Meletius den Vorsitz. Doch kurz darauf, wurde die Rechtmäßigkeit seiner Wahl, basierend auf einer Regel des Konzils von Nicäa, nachdem Bischöfe nicht von einem Bistum zu einem anderen Bistum versetzt werden durften (Gregory war zuvor Bischof in Sasima), in Frage gestellt. Dieser Streit veranlasste Gregory von dem Bistum und dem Vorsitz zurückzutreten.
Nectarius ein städtischer Beamter, wurde schnell getauft, so dass er als Bischof von Konstantinopel und Vorsitzender des Konzils übernehmen konnte als Gregory zurücktrat.
Der Konflikt
Das Hauptaugenmerk des Konzils lag darauf, die Lehre, welche in dem Glaubensbekenntnis von Nicäa festgelegt worden war, wieder herzustellen. Sie taten dies, indem sie ein neues Bekenntnis verfassten, in welchem einige Formulierungen des Nizäanischen Bekenntnisses, welche sich als umstritten und problematisch erwiesen hatten, entfernen. Sie fügten ebenfalls Klärungen an Stellen hinzu, an welcher die kirchliche Lehre ein wenig weiter entfaltet, oder wo Orthodoxie in Frage gestellt wurde.
Ein spezieller Bereich, an welchem die kirchliche Lehre eine Entfaltung erfahren hatte, war im Bezug auf den Heiligen Geist. Das Konzil stellte vier Dinge zum Heiligen Geist fest:

  • den göttlichen Titel „Herr“,
  • dessen göttliche Funktionen, Leben zu geben welches er von Natur aus besitzt, und die Propheten inspiriert zu haben
  • seinen Ursprung aus dem Vater, nicht durch Schöpfung, sondern durch Hervorgehung
  • höchste Verehrung dem Vater und Sohn gleich „dargebracht“ (von Leo Donald Davis, Die ersten sieben Ökumenischen Konzilien).

Das Konzil versuchte eine möglichst biblische Sprache bei der Beschreibung des Geistes zu verwenden, um die Lehre den Anwesenden so schmackhaft wie möglich zu machen. Dennoch verließen sechsunddreißig mazedonische Bischöfe das Konzil, weil diese nicht bereit waren, eine solch hohe Sprache für den Heiligen Geist zu akzeptieren. Eustathius von Sebaste repräsentiert deren Sichtweise, als er sagte: „Ich für meinen Teil wähle weder, den Heiligen Geist Gott zu nennen, noch wage ich ihn ein Geschöpf zu nennen.

Das Ergebnis
Das wichtigste Ergebnis des Konzils war das Glaubensbekenntnis von Konstantinopel. Es war dem Niceanischen Glaubensbekenntnis sehr ähnlich, aber es entfernt den Bannfluch gegen den Arianismus.
Wir* glauben an den einen Gott
den Vater den Allmächtigen
der alles geschaffen hat Himmel und Erde
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus
Gottes eingeborenen Sohn
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott Licht vom Licht
wahrer Gott vom wahren Gott
gezeugt nicht geschaffen
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden .
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus
hat gelitten und ist begraben worden
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit
zu richten die Lebenden und die Toten;
und seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist
der Herr ist und lebendig macht
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird
der gesprochen hat durch die Propheten
und die eine heilige katholische** und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt. Amen
* Der Originaltext hat durchgängig die Einzahl: Ich glaube…
** oder: allgemeine
Neben der Bekräftigung des Glaubens von Nicäa behandelte das Konzil einige weitere Themen. Am auffälligsten war, das dass Kirchengesetz festlegte, das „Der Bischof von Konstantinopel ein Ehrenprimat nach dem Bischof von Rom habe, weil Konstantinopel das neue Rom ist.“ In der Zeit zwischen Nicäa und Konstantinopel, war Konstantinopel durch Konstantin wieder aufgebaut und als neue Hauptstadt des römischen Reiches eingeweiht worden. Vorausgesetzt wurde, das eine solche Autorität für den Bischof von Konstantinopel eine Bedrohung für Rom und der Macht ihres Bischofs war. Dies wurde als eine schwere Beleidigung aufgefasst, da keine geistliche Bedeutung Konstantinopel existierte (während Roms Bischofsamt beanspruchte, von Petrus auszugehen). Diese scheinbar kleine Veränderung führte zu allerlei Kummer in den darauffolgenden Jahrhunderten.
Bleibende Bedeutung
Das Erste Konzil von Konstantinopel war sowohl theologisch wie administrativ signifikant. Davis fasst dies jeweils trefflich zusammen: „Theologisch steht es auf der Logik des Konzils von Nicäa und wendet behutsam die Argumentation des Konzils hinsichtlich der Beziehung des Sohnes zum Vater, auf den Heiligen Geist an, wenngleich sich beschränkend in der Ausführung auf biblische Terminologie. Administrativ führte das Konzil die östliche Praxis der Anpassung der kirchlichen Organisation, an die zivile Organisation des Reiches fort, die Saat der Zwietracht säend unter den vier großen Bischofssitzen in Ost und West, durch die Erhöhung des kirchlichen Status Konstantinopels, um dessen Position des neuen Rom’s zu entsprechen.“

 

Das Konzil war bedeutend, jedoch viele Konzile würden notwendig sein, bevor es zu einer einheitlichen christlichen Lehre kam.

Übersetzung aus dem Englischen
Mit freundlicher Genehmigung
von Tim Challis (Quelle)

1. Gottesdienst einer presbyterianischen Gemeindegründung

Am 16. Februar 2014 findet versuchsweise zwei erste Gottesdienste der reformierten Gemeindegründung in Berlin statt. Johannes Müller (hat in Hannover und London Theologie studiert) wird sich als deutscher Kandidat vorstellen und so Gott will, ab Sommer 2014 vollzeitlich die Gemeindegründung in Berlin mitgestalten; der Gottesdienst ist eine gute Gelegenheit, presbyterianische Liturgie kennen zu lernen und den Verantwortlichen aus England ein Feedback zu Johannes und seiner Predigt zu geben. Mehr Informationen hier

UPDATE

Wir danken Gott für einen gesegneten Tag des Herrn, mit zwei guten Gottesdiensten, einigen Gästen (morgens 27, abends knapp 20 Teilnehmer ->weitere Bilder) und auch einem jungen Mann, der zum ersten Mal das Evangelium hören durfte!

Unserem gnädigen Gott allein gebührt alle Ehre!

Die Predigten (hier) von Johannes Müller waren herausfordernd und ermutigend, und die Teilnehmer durften die schlichte Schönheit eines reformierten Gottesdienstes (hier) erleben.

Wir sind Gott sehr dankbar und ermutigt für die Zukunft!

Drei junge Männer aus England, Dan & Peter Winch und Liam Richardson, ebenso die ehemaligen Kommilitonen von Johannes Müller, Gottfried Rühle, Raphael und Simon Schuster und weitere Gäste haben uns sehr unterstützt. Wir danken für alle Gebete die uns begleitet haben und die freundlichen Grüße aus Heidelberg, Hannover, Osnabrück und dem RTS!

Bitte betet weiter für Gottes Werk in Berlin. Johannes Müller ist dabei sein Studium am LTS zu beenden und ein Praktikum in Sheffield zu absolvieren. So Gott will, wird er im Sommer diesen Jahres in Berlin die Gemeindegründungsarbeit vor Ort begleiten. Bitte betet für die bereits jetzt und zukünftig beteiligten Geschwister vor Ort und Kevin Bidwell, der die Arbeit weiter betreuen wird!