M. Kotsch – Wissenschaft & Glaube

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Heidelberger Konferenz für Reformierte Theologie 2012

hkrtDer Termin steht, die Redner haben zugesagt: Die dritte »Heidelberger Konferenz für reformierte Theologie« wird in der Zeit vom 21.-23. September 2012 stattfinden.

Das Thema der diesjährigen Konferenz ist: »Im Geist und in der Wahrheit«

Wie angekündigt wird die diesjährige Konferenz auf deutsch gehalten!

Als Redner haben zugesagt:
Dr. Victor D´Assonville (Reformatorisch-Theologisches Seminar (Hannover) und Theologische Fakultät der University of the Free State Bloemfontein, Südafrika)
Dr. Johannes W. Maris (Emeritierter Professor an der Theologischen Universiteit Apeldoorn, Niederlande)
Sebastian Heck (Pastor der Selbständige Evangelisch-Reformierte Kirche (SERK) Heidelberg)

sdg

Andreas

Freier Wille? Ich will ihn nicht!

Diskussionen über die Frage ob der Mensch einen „freien Willen“ besitzt werden immer wieder und überall, hinweg über Konfessionsgrenzen, Philosophien und auch medizinische Erkenntnisse geführt. Mit Martin Luther bin ich mir persönlich über eines völlig sicher: Ich will ihn nicht!

Ich bekenne fürwahr in Bezug auf mich: Wenn es irgendwie geschehen konnte, möchte ich nicht, daß mir ein freier Wille gegeben werde, oder daß etwas in meiner Hand gelassen würde, womit ich nach dem Heil streben könnte. Nicht allein deswegen, weil ich in so vielen Widerwärtigkeiten und Gefahren, weiter bei so vielen widerstreitenden Teufeln nicht Stand zu halten und es zu bewahren vermöchte, daein Teufel mächtiger ist als alle Menschen und (um ihretwillen) kein Mensch gerettet würde- Sondern auch weil ich, auch wenn keine Gefahren, keine Widerwärtigkeiten, keine Teufel existierten, dennoch gezwungen wäre, fortwährend im Ungewissen zu arbeiten und Lufthiebe zu machen. Denn mein Gewissen würde, wenn ich auch ewig lebte und wirkte, niemals gewiß und sicher, wieviel es tun müßte, damit es Gott genug tue. Denn welches Werk auch immer vollbracht wäre, immer bliebe der beunruhigende Zweifel zurück, ob es Gott gefalle oder ob er irgend etwas darüber hinaus fordere, wie es auch die Erfahrung aller Werkheiligen beweist und wie ich es zu meinem großen Leidwesen so viele Jahre hindurch zur Genüge gelernt habe.

Aber jetzt, da Gott mein Heil aus meinem Willen herausgenommen und in seinen Willen aufgenommen hat, und nicht durch mein Werk oder Laufen, sondern durch seine Gnade und Barmherzigkeit mich zu erhalten verheißen hat, bin ich sicher und gewiß, daß er getreu ist und mir nicht lügen wird, auch mächtig und stark ist, daß keine Teufel, keine Widrigkeiten ihn werden überwältigen oder mich ihm werden entreißen können, ,,Niemand“, spricht er, ,,wird sie aus meiner Hand reißen; denn der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer denn alles“ (Joh. 10, 28. 29), So geschieht es, daß, wenn nicht alle, so doch etliche und viele gerettet werden, während durch die Kraft des freien Willens überhaupt keiner gerettet würde, sondern wir würden alle zusammen verloren gehen. So sind wir auch gewiß und sicher, daß wir Gott gefallen, nicht durch das Verdienst unseres Werkes, sondern durch die Huld seiner uns verheißenen Barmherzigkeit; und daß er es uns nicht anrechnet, wenn wir weniger oder Böses tun, sondern uns väterlich verzeiht und bessert- Das ist der Ruhm aller Heiligen in ihrem Gott. (Dr. Martin Luther, De servo arbitrio)

Auf dem Blog Hanniel bloggt (unbedingt reinschauen) habe ich gerade noch den Hinweis auf Römer 8:7-8 in der Neuen Genfer Übersetzung gelesen:

Denn der menschliche Eigenwille steht dem Willen Gottes feindlich gegenüber; er unterstellt sich dem Gesetz Gottes nicht und ist dazu auch gar nicht fähig. Darum kann Gott an dem, der sich von seiner eigenen Natur beherrschen lässt, keine Freude haben.

sdg

Andreas