TV-Tip: Gabriele Kuby bei Lanz

Heute Abend um 23:15 wird Gabriele Kuby im ZDF bei Markus Lanz zu Gast sein. Ebenfalls Gast ist der homosexuelle Theologieprofessor David Berger

Weitere Gesprächsgäste sind:

  • Rainer Langhans (68er und Dschungelcamp-Teilnehmer) und Christa Ritter (die gemeinsam mit Langhans im so genannten Münchner Harem leben)
  • Karl Dall
  • Désirée Nick, Entertainerin

Zwar soll die Sendung keinem bestimmten Thema gewidmet sein, aber eine kontroverse Diskussion zum Thema Glaube/Kirche und Homosexualität scheint vorhersehbar zu sein.

Berger unterstellt der katholischen Kirche ein „perfides Unterdrückungssystem“ und behauptet, ein großer Teil der katholischen Kleriker sei homosexuell und denoch homosexuellenfeindlich.

Mit seinen Vorstellungen dürfte Berger zumindest bei der ebenfalls eingeladenen überzeugten Katholikin und Autorin Gabriele Kuby auf Widerstände stoßen. Das Thema Sexualität ist für die gelernte Soziologin Kuby ein zentrales Thema ihrer publizistischen Tätigkeit. Die ehemalige 68erin warnt vor einer sexuellen Verwahrlosung der Gesellschaft und setzt sich für eine Sexualmoral im Sinne der Lehre der Katholischen Kirche ein. Kuby gehört zu den namhaften Kritikern der Gender-Ideologie, über die sie 2006 ihr vielbeachtetes Buch „Die Gender Revolution – Relativismus in Aktion“ schrieb. Wie Christa Meves gehört Kuby zu den Mitautoren des Ende 2010 erschienenen Buches „Die missbrauchte Republik. Aufklärung über die Aufklärer.“ Medrum

sdg
apologet

Update: Die Gesprächstunde blieb auf einem äußerst niedrigem Niveau. Die Entertainerin Désirée Nick dominierte unangenehm das Gespräch, der Alt-68’er, Ex-Kommunarde und Dschungel-Rückkehrer Langhans bekannte sich zumindest zu einer bis heute erfolglosen spirituellen Sinnsuche und Blödelsenior Karl Dall alberte ein wenig rum.
Ein echtes Gespräch zwischen dem Theologieprofessor Berger und der Autorin Kuby kam hingegen nicht zustande. Ob dem Niveau, oder der mangelhaften Gesprächsführung des Moderators geschuldet, reichte die Zeit nur für den oberflächlichen Austausch der bekannten Argumente.
Moderator Lanz erklärte nebenbei, das sich kein Vertreter, der in sonstigen Fällen durchaus bereitwilligen katholischen Kirche bereit fand mit Berger zusammen zu kommen.
Es ist Gabriele Kuby daher anzurechnen, sich dieser Runde gestellt zu haben und biblisch-ethische Positionen, auch gegen den Moderator eindeutig vertreten zu haben.

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Konferenz – Tim Keller in Berlin

Diese Konferenz ist eine Zusammenkunft von europäischen Gemeindegründern, Pastoren und Einzelpersonen, die im Dienst am Evangeliums in den wichtigsten Städten Europas engagiert sind. Es ist eine Gelegenheit, von dem Dienst Tim Kellers in New York City zu lernen, von vielfältigen praktischen Erfahrungen in europäischen Städten zu hören und neue Inspiration für den städtischen Kontext in dem Sie sich befinden zu bekommen.

Als Redner sind Tim Keller und Stefan Paas vorgesehen.

Die Konferenz arbeitet (allem Anschein nach) mit dem Europäischen Institut für Gemeindegründung und Gemeindewachstum in einem gemeinsamen Netzwerk zusammen.

weitere Informationen: hier

Konferenzsprache ist Englisch!

Tim Keller auf der The Gospel Coalition 2009 National Conference.

Dammbruch beim BFEG?

Noch nicht einmal fünf Monate ist es her: der BFEG hatte im September 2010 die Tür aufgestoßen für die Ordination von Frauen in ihrem Gemeindeverbund. Kritiker dieser Weichenstellung haben bereits damals die Befürchtung geäußert, dass damit im BFEG eine ähnliche Entwicklung wie jene in der EKD nachvollzogen würde. Die aktuelle Debatte in der EKD über die Zulassung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in den Pfarrhäusern zeigt die Richtung der Entwicklung auf.

Fritz Holdinghausen, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Fischbacherberg (Siegen), fordert nun ein „radikales Umdenken“ in Bezug auf die Homosexualität auch innerhalb der evangelikalen Bewegung: Er bezweifelt, mit den hinlänglich so bekannten wie bibelkritischen Argumenten, dass die Bibel homosexuelle Partnerschaften eindeutig ablehnt.

In einem am 10. Februar in der Siegener Zeitung veröffentlichten Leserbrief antwortet F. Holdinghausen auf einen Leserbrief von Dieter Karstädter (Siegen), Prediger des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Siegerland-Wittgenstein. „Praktizierte Homosexualität ist nach dem Sprachgebrauch der Bibel Sünde, genauso wie Ehebruch, Habsucht und Diebstahl“, so Karstädter in seinem am 1. Februar in der Siegener Zeitung veröffentlichten Brief und schreibt:

Homosexuell empfindende Menschen hätten sich ihre Orientierung nicht „aus freien Stücken ausgesucht“. Es könne sehr quälend sein, als Homosexueller in einer christlichen Familie oder Gemeinde zu leben. Holdinghausen: „Sind es nicht gerade und lautstark die scheinbar besonders ‚bibeltreuen‘ Christen, die homosexuelle Mitmenschen ins Abseits stellen?“ Möglicherweise hätten sich diese Christen unbemerkt die Argumentation der Pharisäer zu Eigen gemacht, statt die Position Jesu zu beziehen, dass der Mensch für Gott wichtiger sei als die Gebote. Idea

Zwar existiert ein Papier der Bundesleitung von 2004 “Homosexualität im Spannungsfeld von Gesellschaft und Gemeinde” in welchem noch dagegen plädiert wird, zwar sind keine offiziellen Bestrebungen bekannt eine Änderung der Politik vorzunehmen, allerdings zeigt die Entscheidung der Bundesleitung bezüglich der Frage der Frauenordination wie schnell sie ihre Haltung revidieren kann.
sdg
apologet

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Pastor Holdinghausen (FEG)
schreibt in einem Leserbrief:
„Homosexuell empfindende
Menschen hätten sich
ihre Orientierung nicht
„aus freien Stücken ausgesucht“.
Es könne sehr quälend sein,
als Homosexueller in einer
christlichen Familie oder
Gemeinde zu leben.“

Lady Gaga singt:
„No matter gay, straight or bi
Lesbian, transgendered life
I’m on the right track, baby
I was born to survive
No matter black, white or beige
Chola or orient made
I’m on the right track, baby
I was born to be brave
I’m beautiful in my way,
‘Cause God makes no mistakes
I’m on the right track, baby
I was Born This Way“

Entrückung Teil3 – Wann beginnt die Endzeit?

Im 19.Jahrundert begründete John Nelson Darby (1800-1182) eine neue Theorie über die Endzeit und das Tausendjährige Reich. Ausgehend vom Prämillianismus sah er zwischen der Entrückung und der Wiederkunft von Jesus eine Zeit von sieben Jahren: den Dispensationalismus.

Dieser lehrt, das die Christen vor einer siebenjährigen  Trübsalszeit von dieser Erde (Dispens) in den Himmel entrückt werden. Er teilte  jedoch auch die ganze Geschichte der Menschen in verschiedene Heilszeiten ein. Diese Lehre hat sich vor allem im europäischen Raum durch den Brockhausverlag ausgebreitet. Viele Endzeitbücher und Romane, die in evangelikalen Kreisen gelesen werden, sind geprägt von dieser Lehre.

Der Dispensationalismus lehrt, daß in der gegenwärtigen Haushaltung (Dispensation), das ethnische Israel als Volk Gottes lediglich vorübergehend beiseite gesetzt ist. Die Erfüllung vieler an das alttestamentliche Israel ergangenen Verheissungen stehen ihrer Erfüllung in einer kommenden Endzeit aus. Die Endzeit dispensationalistischer Vorstellung, beginnt in der Zukunft mit der Entrückung der Gemeinde, die damit vor  einer siebenjährigen, sogenannten  Trübsalszeit bewahrt wird, da deren Berufung im Gegensatz zur irdischen Berufung Israels himmlisch sein soll.

Mit dieser Entrückung soll die Auferstehung aller Gläubigen aus der Zeit seit Pfingsten einhergehen. Israel, das lediglich irdische Berufung besitzt, wird durch das kommende Trübsalsgericht gerichtet.

Meint das die Bibel, wenn von „Endzeit“ die Rede ist?

Ende eines Zeitalters, die Endzeit: Alter Bund

Die Bibel versteht nach meinem Verständnis unter diesem und ähnlichen Begriffen jedoch vielmehr den Abschluß des alten Bundes.  Verschiedene Wendungen werden dafür verwandt: „Tag des Herrn„, in den „letzten Tagen„, „am Ende der Tage„, „Endzeit„, „am Ende der Zeiten„, in „späteren Zeiten„.

Der Begriff „Endzeit“ bedeutet so verstanden also keine, in der Zukunft liegende, noch zu erwartende Zeit, sondern meint das Ende des alten Bundes. Nicht das Ende der Welt, sondern das Ende, eines auf das ethnische Israel bezogenen Zeitalters.

Wir leben demnach mitten in bzw. nach der „Endzeit“ und können jederzeit mit der Wiederkunft rechnen. Christus ist das Ende des Gesetzes (Röm10,4); der alttestamentlichen Ordnung (Hebr7,18-19). Der zerrissene Vorhang und der zerstörte Tempel im Jahr 70 n.Chr. sind die unwiderlegbaren Zeichen für das Ende des alten Bundes. (ausführlicher hier)

Beginn eines neuen Zeitalters: Neuer Bund

Mit dem neuen Bund in Christus begann das gegenwärtige Zeitalter. Im Leben und Dienst Christi waren verschiedene Zeichen der Gegenwart des Reiches Gottes (messianisches Friedensreich) bereits sichtbar:

1. Verkündigung des Evangeliums (Jes61,1-2; Lk4,16-30)
2. Zeichen und Wunder (Jes 35,1-10; Jes. 29,18; Jes. 42,7)
3. Dämonenaustreibung (Matth12,28)

Zwei weitere Zeichen erfüllten sich mit der

4. Auferstehung Christi, wichtigstes Zeichen, die Auferstehung der Toten (Jes26,19; Matth12,36-42; 1Kor15,20: Erstlingsfrucht der Entschlafenen); Tod entmachtet (2Tim1,10)
5. Ausgießung des Geistes (Sach12,10; Joel3,1-5; Apg2, 14-36)

Mit der Ausgießung des Geistes zu Pfingsten, der Aufnahme Christi in die himmlische Herrlichkeit und die Besteigung des Davidsthrons ist die verheißene messianische Zeit, das Tausendjährige Reich angebrochen und Wirklichkeit geworden, Christus zum Herr und König erhöht.

Wie kann man nun zu so gegensätzlichen Verständnissen gelangen? Dazu mehr im Teil 4.

sdg
apologet

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Entrückung Teil2 – Viele Modelle

Um die Lehre der Entrückung verstehen zu können ist es notwendig sich mit dem Dispensationalismus bzw. dem Thema der Endzeit näher zu beschäftigen. Woher wissen Christen überhaupt, daß es ein „Ende der Geschichte“ geben wird? Neben  alttestamentlichen Aussagen spricht Jesus selbst von einer „Endzeit„, dem „Tag des Herrn“ (Matth25), haben auch die Apostel darüber gesprochen. Wie so oft existieren jedoch verschiedene Ansichten.

Viele Fremdworte…

  • Eschatologie [Lehre von den letzten Dingen]
  • Millenianismus/Chilialismus [Lehre vom Tausendjährigen Reich]
  • Tribulationalismus [Lehre über den Zeitpunkt der Entrückung]
    • Atribulationalismus (es gibt keine wörtliche Trübsalszeit)
    • Prätribulationalismus (Jesus entrückt die Gemeinde vor der Trübsalszeit)
    • Midtribulationalismus (Jesus entrückt die Gemeinde während der Trübsalszeit)
    • Posttribulationalismus (Jesus entrückt die Gemeinde nach der Trübsalszeit)

Vielen Anhängern des Dispensationalismus ist unbekannt, das gerade in Hinblick auf die Endzeit die unterschiedlichsten Meinungen, Ansichten und Lehren existieren:

In der Hauptsache gibt es den:

  • Prämillennialismus
  • Amillennialismus
  • Postmillennialismus
  • Dispensationalismus

Daneben existieren weitere diverse Unterformen und Ausprägungen bzw. andere Erkenntnisse. Deutlich wird die Dominierung dieses Themas durch einen bestimmten Begriff: das „Millennium„. Dabei geht es um die Frage des „Tausendjährigen Reiches„. In evangelikalen Freikirchen, egal ob Pfingstgemeinden oder speziell auch Brüdergemeinden wird heute zumeist, die relativ junge (19. Jhdt.) Lehre des Dispensationalismus vertreten, bei der die wesentlichen Anteile der Offenbarung, des Buches Daniel und auch das Tausendjährige Reich für die Christenheit in der Zukunft liegen sollen.

Verschiedene Milleniumsmodelle…

  • Amillennialismus: ein irdisches Tausendjähriges Reich wird nicht erwarten. Man geht davon aus, dass die tausend Jahre von der Offenbarung 20 spricht, symbolisch für die gegenwärtige Herrschaft Christi sowie das Gemeindezeitalter stehen. Das älteste Modell.
  • Prämillennialismus: die Wiederkunft Christi wird vor (prä) einem irdischen, Tausendjährigen Reich erwartet. Man glaubt, dass das Tausendjährige Reich eine längere geschichtliche Epoche zwischen Wiederkunft und Vollendung ist.
  • Dispensationalismus: die Wiederkunft Christi wird ebenfalls vor einem irdischen Tausendjährigen Reich erwartet. Man glaubt, dass sich im Tausendjährigen Reich die an Israel ergangenen Prophezeiungen im vollen Mass erfüllen werden.
  • Postmillennialismus: die Wiederkunft Christi wird nach (post-) dem irdischen Tausendjährigen Reich erwartet. Man glaubt, dass sich das Tausendjährige Reich im Laufe der Geschichte Bahn bricht und der größte Teil der Menschheit für Gott gewonnen wird.
  • Präterismus: alles, was z.B. in der Offenbarung steht, galt nur der damaligen Urgemeinde, die große Trübsal fand im ersten Jahrhundert n.Chr. statt. Auch die Offenbarung des Johannes wird auf diese Zeit bezogen. Der Präterismus führt zu einer ähnlich optimistischen Sicht wie der Postmillennialismus.

Mehr als nur Endzeitmodelle

Der Vater der Brüderbewegung John Nelson Darby (1800-1882), ist der – ich nenne es bewußt neutral – Erdenker des heute weit verbreiteten Dispensationalismus. Der Dispensationalismus geht, als Besonderheit bei der Betrachtung der Heilsgeschichte, von bestimmten Haushaltungen (Gewissen, Gesetz, Gnade etc.) die einander ablösen, einer strikten Unterscheidung zwischen Israel und der Gemeinde auch von einer besonderen Form der Entrückungslehre aus.

Als theologische Gegenposition zur Lehre der Haushaltungen, ist insbesondere die Bundestheologie zu nennen.

Bei den verschiedenen Modellen geht es letztlich jedoch um weit mehr mehr als die Frage, ob Christus vor oder nach einem Tausendjährigen Reich wiederkommt. Die genannten Modelle sind letztlich theologische Rahmen, welche nicht nicht nur für eine bestimmte Zukunftserwartung, sondern jeweils auch eine eigene Sichtweise der Heilsgeschichte stehen.

Liegt die „Endzeit“ mit der siebenjährigen „Trübsalszeit„, dem „Antichristen“ und dem „Tausendjährigen Reich“ also in der Zukunft, wie es der Dispensationalismus lehrt, oder ist dies bereits Geschichte?

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